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Lago Maggiore 2007

Reiseberichte > Schweiz

Für den lang ersehnten Urlaub in der Sonne hatten wir uns als "Endziel" Gardasee oder Adriaküste gesetzt. Auf dem Weg machten wir zunächst für eine Übernachtung Zwischenstopp in Rust, auf dem Stellplatz des Europaparks, bevor wir weiterfuhren nach Luzern am Vierwaldstättersee. Den Campingplatz dort hatten wir bewusst gewählt, da wir ihn schon von unserer Toskanatour 2003 kannten. Wie auch damals waren wir von der Luzerner Altstadt begeistert. Aber statt Sonne erwartete uns hier nasskaltes Wetter. Nichtsdestotrotz genossen wir den langen Spaziergang vom etwas abgelegenen Campingplatz den See entlang mit Buggy und traumhaftem Ausblick in die City und wieder zurück. Die Zeiten des Fahrrads werden wieder kommen! Ganz sicher!!

Zur nächsten Etappe nach Locarno brachen wir bei trockenen aber kühlen 15 Grad in Luzern auf und staunten nicht schlecht, als wir aus dem Gotthardtunnel fuhren und plötzlich unter strahlend blauem Himmel auf der anderen Bergseite 25 Grad vorfanden. Ja, das war richtiges Urlaubswetter!

Der Campingplatz Delta in Locarno lag direkt am See, ca. 15 Gehminuten von der Innenstadt entfernt. Für den stolzen Preis von 57,00 SF (ca. 37,00 Euro) bot der kleine Platz allerdings nicht mehr als einen schönen Ausblick über den See und die ihn umragende Berglandschaft, sowie einen eigenen kleinen Strand. Die Ausstattung war gerade das Minimum, obwohl er mit fünf Sternen selber für sich warb. Im Restaurant bekamen wir allerdings eine super leckere frisch im Steinofen gebackene Pizza. Außerdem konnten wir W-LAN nutzen, besonders zu Ollis Freude.

Locarnos Altstadt mit einem großen Marktplatz, der von malerischen alten Häuserfronten umgeben war, hatte viele Geschäfte, Restaurants und Cafes sowie einen netten kleinen Hafen zu bieten.

Nach zwei Tagen ging es weiter, eigentlich nach Ascona, aber da wir den ausgeschriebenen Stellplatz am Yachthafen nicht finden konnten, verließen wir die Schweiz und fuhren die Uferstraße weiter bis ins italienische Cannobio. Dort suchten wir uns einen netten Schattenplatz auf dem Stellplatz am Fluss. Mit einem Kleinkind,das viel Krabbelauslauf braucht allerdings eine sehr ungünstige Variante. Denn Cannobio verfügt nicht über einen Sandstrand oder eine Liegewiese am Wasser. Cannobio ist in den Hang eingebetten und das Ufer des Lago Maggiore grenzt hier nur an Steilhänge und befestigte Kaimauern. Direkt am See liegt auch das Zentrum des kleinen Ortes mit einer malerischen Promenade am Ufer entlang. Auf der Promenade finden sich viele Restaurants, Cafés und Eisdielen, einige kleine Geschäfte sind einen kurzen Marsch den Berg hoch in kleinen verwinkelten Gassen zu finden.
So flanierten wir einmal kurz über die Promenade, aßen in einem kleinen Restaurant mit Blick auf den See.

Eigentlich gefiel es uns am lago Maggiore ja ziemlich gut und so änderten wir spontan unsere Pläne und beschlossen an diesem See zu bleiben und nicht weiter zu reisen. So machten uns am nächsten Tag wieder auf den Rückweg zum Campingplatz in Locarno, der uns gut gefallen hatte und in unserer jetzigen Situation mit Kind am geeignetsten erschien. Dort ergatterten wir einen Platz direkt am See und hatten die nächsten zwei Tage uneingeschränkten Ausblick.

Vier Tage in Locarno reichten uns dann aber doch trotz tollem Stellplatzes und so suchten wir uns für die nächsten zwei Nächte einen Campingplatz im ca 5km entfernten Tenero. Die Auswahl an Plätzen dort war sehr groß und wir entschieden uns für den Campo Felice. Der Campingplatz war toll und sehr groß im Vergleich zu dem in Locarno. Er war sehr gut ausgestattet und sehr sauber, was wohl nicht zuletzt auch an den sehr strengen Vorschriften lag. Der Platz grenzte direkt an den See und hatte einen eigenen sehr breiten und schönen Strand. Im Wasser waren viele riesige aufblasbare Inseln und eine Wasserrutsche verankert. Mit großem Spielplatz, einer eigenen Eisdiele und einem großen, sehr gut ausgestatteten Campingzubehörladen vor den Toren war dies der beste Campingplatz auf der bisherigen Tour. Einziges Manko: Rundherum gab es kaum Infrastruktur. Einziger Lichtblick war ein großes Shoppingcenter, in dem u.a. Baumarkt, Supermarkt, Apotheke, H&M, C&A, ... zu finden waren.

Für den Rückweg Richtung Heimat hatten wir uns wie auf der Hinfahrt zwei Etappen vorgenommen. Erste Etappe sollte erneut der Campingplatz in Luzern sein, als zweites Ziel steuerten wir die Outlet-Shopping-Metropole Metzingen an, bevor wir nach 10 Tagen wieder in die heimischen Gefilde zurückkehrten. Traurig verabschiedeten wir uns von Sonne und See und mussten hinter den Alpen den befürchteten Temperatursturz hinnehmen. Wenigstens blieb die Sonne uns treu auf unserem Weg in die Heimat.


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